Neben der rein teilstationären Therapie im Tagwerk bieten wir auch die Möglichkeit einer Kombitherapie. Hierbei gibt es folgende Möglichkeiten:
- eine Kombinationsbehandlung stationär/teilstationär
- eine Kombinationsbehandlung teilstationär/ambulant
Indikationskriterien:
Eine Kombitherapie stationär – teilstationär ist indiziert, wenn:
- eine vorherige Stabilisierungsphase in einem stationären Rahmen notwendig ist, weil die Bewerber sich noch in wenig stabilen Lebensbezügen befinden, diese aber in absehbarer Zeit widerherstellbar sind
- die Teilnehmer wenig oder gar keine Erfahrungen mit dem therapeutischen Setting haben, die Indikation für eine teilstationäre Rehabilitation aber grundsätzlich gegeben ist
- eine angemessene Therapiemotivation für den teilstationären Rahmen noch nicht ausreichend entwickelt ist
Eine Kombitherapie teilstationär – ambulant oder ambulant – teilstationär ist indiziert, wenn:
- eine ausreichende Stabilisierung und Aufrechterhaltung der Abstinenz in der ambulanten Therapie nicht möglich ist oder
- eine Weiterführung der therapeutischen Arbeit noch im Rahmen einer ambulanten Therapie angezeigt und notwendig ist
Die stationäre Behandlungsphase erstreckt sich über 12 Wochen.
Die teilstationäre Phase erstreckt sich in der Regel nochmals über 12 Wochen. Bei einer ersten Therapiemaßnahme ist eine längere tagesklinische Behandlung von 24 Wochen möglich.
Während der stationären Therapiephase stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Psychische Stabilisierung
- Akzeptanz und Einsicht in die Krankheit Sucht
- Auseinandersetzung mit der eigenen Suchtentwicklung
- Erwerb eines eigenen Abhängigkeitsverständnisses
- Einsicht in die Notwendigkeit eigener Veränderungen
- Erarbeitung eigener Behandlungsziele
Während dieser Phase können die Klienten bereits im Tagwerk hospitieren. D.h. sie nehmen an zwei unterschiedlichen Tagen am Programm im Tagwerk teil und lernen so die Gruppe und die Therapeuten schon vor ihrem Wechsel ins Tagwerk kennen.
Während der teilstationären Behandlung stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Berufliche und soziale Stabilisierung und Reintegration
- Förderung der beruflichen und sozialen Kompetenzen
- Strukturierung des Tagesablaufs und Übernahme einer selbstverantwortlichen Lebensplanung
- Strukturierung und Förderung einer suchtmittelfreien Alltags- und Freizeitgestaltung
- Ausbau einer intrinsischen Abstinenzmotivation
- Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung
- Erkennen eigener Rückfall-Risikosituationen
- Erwerb von Strategien zur Rückfallvermeidung und Vorbeugung
- Erlernen von Strategien zur Rückfallbewältigung
